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Neues von der Christus-Kanzlei
yetzt · 2006-02-23 00:35
Schon wieder kann es Christian Sailer, seines Zeichens «ständiger Rechtsberater» des pseudoreligiösen Vereins UL, nicht lassen, Gabriele Witteks Gebot der «Anrufung weltlicher Gerichte» bis zum Äußersten zu befolgen und schickt erneut Strafschreiben durch die Welt -- und macht sich dabei gnadenlos lächerlich.
Hatte der Advokat zuletzt noch im Auftrag des Vereins «Universelles leben e.V.» gehandelt, sieht er sich jetzt als «ständiger Rechtsberater der Glaubensgemeinschaft Universelles Leben», was als durchaus lächerlich empfunden werden kann, folgt mensch dem Uteil des OLG Bamberg. Dort wird nämlich festgestellt, dass der UL-Verein garnicht für die "Gläubigen" sprechen kann - folglich kann auch kein Anwalt die "Glaubensgemeinschaft" vertreten.
Es scheinen nichts weiter als Drohgebärden zu sein, die Sailer da auffährt: Ich soll mich verpflichten, nicht mehr «in Bezug auf die Glaubensgemeinschaft [sic!] Universelles Leben zu äußern, in deren Glaubenslehre heiße es, z.B., dass Gestapoleute nur Vollstrecker des Schicksals gewesen seien"» (Falsche Setzung der Anführungszeichen im Original) und «dass Gabriele Wittek ... solche Geschmacklosigkeiten verkünde».
Was Gabriele Wittek tatsäclich verkündet, ist bei Wikipedia nachzulesen. Dort steht unter anderem, dass Wittek schrieb «Seit nahezu 2000 Jahren ernten die Juden von einer Fleischwerdung zur anderen, was sie damals und auch in ihren weiteren Einverleibungen gesät haben - bis sie ihren Erlöser an- und aufnehmen und das bereuen, was sie verursacht haben.» Inwieweit mensch daraus ableiten kann, dass Wittek der Ansicht ist, die Juden seien Schuld am Holocaust und die Gestapo-Leute folglich Vollstreckende des Schicksals, diese Frage zu beantworten überlasse ich jedem Menschen selbst. Richtig ist aber, dass die Lehre des UL davon ausgeht, dass es - verkürzt erklärt - eine Art göttlicher Buchführung gibt, was mensch im Leben Gutes und Böses getan hat und dass die Bösen Taten in einem späteren Leben vergolten werden. Daraus lässt sich durchaus ableiten, dass die Menschen, die ermordet werden, diese Ermordung als Vergeltung der schlechten Taten in einem früheren Leben erfahren. Eine andere Erklärung seitens UL-Anhängender habe ich zu diesem Punkt noch nicht vernommen.
Obwohl ich schon mit UL-Anhängenden gesprochen habe, die tatsächlich das Karma-Prinzip in dieser Form auf die im dritten Reich Ermordeten anwenden und ich bislang keine Distanzierung Witteks von solchen abstrusen Ideen vernommen habe, kann ich mich an eine solche Äußerung meinerseits nicht erinnern.
Ob nun Der Holocaust nach den Lehren Witteks die gerechte Strafe der in den Konzentrationslagern Ermordeten ist oder nicht, ist für die Frage nach dem Umgang mit dieser Organisation unwesentlich. Dass Wittek sich als die personifizierung von "Gott" betrachtet und somit die absolute Wahrheit und bedingungslose Gesetmäßigkeit ihrer Worte betrachtet (was laut Colin Goldner aus psychologischer Sicht auf eine Schizophrenie hindeutet), dass ein - meiner Meinung nach totalitärer - Christusstaat errichtet werden soll, dass jedermensch, der die Inhalte und Methoden des Wittek-Zirkels kritisch hinterfragt in Angst, in den Ruin geklagt zu werden, leben muss, allein diese Tatsachen sind Anlass genug um das, was hier als Glauben verkauft wird, abzulehnen und Widerstand zu leisten.
Bloße Unterstellung falscher Tatsachen seitens Sailer gab es in der Vergangenheit ja schon des öfteren, wie mensch an der Aufforderung an den Kunstschaffenden Georg Hemprich sehen kann.
Nichts als Voodoo-Zauber also, über den mensch allenfalls lachen kann.
Kommentare
saitanchristler:
Sailer bezieht sich wohl auf folgende Aussage im Bericht über die Demo in München:
"Doch das alleine ruft noch nicht die Antifa auf den Plan, sie nimmt vor allem Anstoß an unverholenen Antisemitismus der Sekte, wie er sich in ihren Glaubenslehren manifestiert. Da heißt es zum Beispiel, dass die Gestapoleute nur Vollstrecker des Schicksals gewesen seien. Weil Gabriele Wittek als selbsternanntes Sprachrohr Gottes und absolutistische Führerin der Glaubensgemeinschaft Universelles Lebens solche und noch schlimmere Geschmacklosigkeiten verkündet, wurde die Demonstration von der Antifa gestört."
Im Bericht wird ja nur die Position der Antifa wiedergegeben. Und tatsächlich ist das Zitat Klaus Meurer, einem Funktionär der Sekte, zuzuordnen. Insofern ist es richtig, dass sich dieser Antisemitismus in den Glaubenslehren der Sekte manifestiert. Auch lässt sich kaum bestreiten, dass die gute Gabi diese und andere Geschmacklosigkeiten verkündet. Schließlich ist sie die spirituelle Führerin und damit für die Äußerungen ihrer Untergebenen verantwortlich.
Hinzu kommt, dass dies eine offene Webseite ist und eigentlich sogar Sailer selbst den Bericht hier eingestellt haben könnte. Reagieren müsstest du also erst bei Kenntnisnahme.
2006-02-23 00:55
yetzt:
tja, die aeuszerungen dritter - auch in der form eines indirekten zitates - wiederzugeben gehoert nun mal zum journalistischen geschaeft.
2006-02-23 01:44
yetzt:
na, noch mehr voodoo?
2006-02-23 11:38
rudi:
>Ihr sid lächerlich
Wer ist gemeint? Sid Vicious?
2006-02-23 13:21
wudu:
Wenn ich voodoo könnte,würde ich es erstmal gegen alle FleischfresserInnen anwenden.Dann gegen die lächerlichen VeganKaspers von veg.gs.
Mehr verstand-weniger ideologie!
2006-02-23 16:02
wudu:
so so du appellierst also an den verstand hast aber ausser diffamierungen keine argumente...WOW
sag mir was dir an uns nicht passt oder verpiss dich
2006-02-23 17:08
troll:
wenn Argumente bei Euch wenigsten helfen würden.
Und verpissen-why? ich foppe euch lieber noch ein wenig.
2006-02-23 19:55
yetzt:
vorsicht, nicht dass noch menschen ueber das niveau hier stolpern.
2006-02-24 01:01